LEBEN im Haus des Spiels


Simultantheater mit Text, Tanz und Musik im Deutschen Spielearchiv in Nürnberg

inspiriert von "Das Leben. Gebrauchsanleitung" von George Perec

 

von Stückwerkstatt Schimmert und THEATERtRÄUME

 

Premiere: 5. August 2021, Haus des Spiels, Egidienplatz 23, Nürnberg

Weitere Vorstellungen: 6., 7., 8. und 12., 13., 14. August 2021

Ein Haus mit vielen Zimmern, ohne Fassade, Einblick in das Dasein der Bewohner. Hier singt und tanzt das
Leben mit sich selbst. Ergreifende, tragische, witzige, verrückte Szenen spielen sich dort ab. Mittendrin der
Puzzlemacher, der versucht, die einzelnen Teile zu ordnen, zu verbinden und sie letztendlich zu einer Geschichte
zusammenfügt. Eine Liebeserklärung an die menschliche Existenz.

Fotos: Spielort: Haus des Spiels

Leben. Alltag. Rückzugsräume. Hausgemeinschaft. Brennglas. Kontrollverlust. Fremdbestimmtheit. Zufall.
Schicksal. Kaleidoskop aus Lebensläufen. Simultantheater im Puppenhaus des Lebens.
Wir spielen auf keiner Bühne. Wir suchen Orte, die wir mit Geschichten füllen. Wir sind aufgebrochen, um
Architektur und darstellendes Spiel zu einer kongenialen Symbiose zu bringen.
Im „Haus des Spiels“ in Nürnberg, in dem lange Jahre die Stadtbibliothek ihre Heimat hatte, stehen die verwaisten
Regale, in denen so viele Geschichten untergebracht waren. Dieser Anblick und der Roman "Das Leben.
Gebrauchsanweisung" von Georges Perec war Inspirationsquelle für uns.
Wir tauchen ein in das zugespitzte Leben von sechs Bewohnern.
Die alten Regale wirken wie Wände eines Puppenhauses, in denen sich die Figuren zurückziehen und ihr Leben
im Verborgenen führen.
Im Innenhof mit Schachbrettmuster auf dem Boden werden die Spieler zu Figuren, die sich annähern oder auf
Distanz gehen, Muster bilden und wieder auflösen: ein soziales Gefüge mit all seinen geschriebenen und
ungeschriebenen Regeln.
Was bringen diese zwei Orte zu Tage? Wie ist unser Verhalten im öffentlichen Raum und welche Skurrilität legen
wir in den eigenen Wänden an den Tag. Hin und her geworfen in diesem Spannungsfeld wird der scheinbar
normale Alltag wie unter einem Brennglas untersucht. Was sind die noch verbleibenden Wünsche und Träume?
Was könnte noch Sinn machen? Was ist der Sinn des Lebens? Was bleibt noch?

 

Beteiligte Künstler:

 

Regie, Konzept, Projektleitung

Stückwerkstatt Schimmert

Nicole Schymiczek, Regisseurin, Theaterpädagogin

Anja Noёl, Regisseurin, Autorin, Dramaturgin

 

Bühne

Marie Pons, Bühnenbildnerin

 

Kostüme

Verena von Zerboni, Kostümbildnerin

 

Projektkoordination Deutsches Spielearchiv

Christin Lumme, Museumswissenschaftlerin und Kunsthistorikerin

 Deutsches Spielearchiv

 

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