Die Räuber

Schauspiel nach Friedrich Schiller
Kooperation des Theaters Pforzheim mit den Flüchtlingsklassen der Alfons-Kern-Schule

 

Regie und Projektleitung: Antonia Schirmeister

Assistenz Projektleitung: Raphaèl Nybl

Musikalische Leitung: Christoph Traxel

Fassung und Dramaturgie: Anja Noël
Bühnen- und Kostümbild:

Lorena Díaz Stephens und Jan Hendrik Neidert

Projektbegleitung: Martina Pohl-Nunn und Jutta Schamel

 

Mit Anwar Khaled Khatari, Arman Tajik, Chiara Smolarek, Cora Frank, Delsot Jalil, Doman Plasene, Finn Weidl, Hani Ziad Ali, Hassan Hazni Ali, Hezha Malham, Ismail Daud Jindi, Jonas Herrmann, Mewan Al-Fares, Mojtaba Hashemi, Muhamed Osmani, Muhanad Al-Shammo, Paul Priehn, Pelin Yade Cetinkale, Salam Xatare, Salim Pare, Samuel Hemalaj, Sfian Darman Suliman, Christoph Traxel, Franziska Tiedtke, Alba Valenciano López, Sara Escribano Maenza, Eleonora Pennacchini, Ana Rita dos Santos Brito da Torre, Evi van Wieren, Edoardo Novelli

 

Premiere:

22.06.2017

im Theater Pforzheim, Großes Haus

 

Fotos von Raphaèl Nybl

Zwei Brüder werden zu Todfeinden, zu Raubtieren in einer Meute, die sich selbst und ihre Welt in den Untergang reißt. Krieg, Gewalt und Entindividualisierung erwachsen aus einem Familiendrama in einer Gesellschaft, die Anstand und Dialogfähigkeit verloren hat.

Das Projekt wurde gefördert vom Innovationsfonds Kunst & Kultur des Landes Baden-Württemberg.

www.pz-news.de - 23.06.2017

„Räuber“ voller Hingabe - Theaterabend mit Flüchtlingen und Schülern

 

Pforzheim. Einen überaus beeindruckenden Theaterabend haben die Akteure des Kooperationsprojekts vom Theater Pforzheim und der Alfons-Kern-Schule abgeliefert. Das intensive Spiel der Darsteller hat das Publikum vergessen lassen, dass bei dem Stück „Die Räuber“ nach Friedrich Schiller viele Amateure am Werk waren.

20 Schüler aus den Flüchtlingsklassen der Alfons-Kern-Schule und zehn Kinder und Jugendliche aus den SpielZeit-Clubs haben zusammen mit professionellen Künstlern des Theaters seit Januar gearbeitet, um Schillers „Die Räuber“ in der Fassung von Anja Noël auf die Bühne zu bringen.

 

Das Lied „O Schwarzwald, o Heimat“ schallte zu Beginn mitten aus dem Publikum. Der Bezug zum Schwarzwald fand auch in den Kostümen der Darsteller seinen Niederschlag, die an schwarzwälder Trachten erinnerten. Vor einer Kulisse mit begehbaren Gerüsten entwickelte sich das Stück. Den Hauptdarstellern und den Darsteller, der Räuber war anzuhören, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Doch in den Akzent, der durchaus charmant wirkte, konnten sich die Zuschauer schnell hineinhören. Zudem war den Hauptdarstellern ein jüngeres Ego zugeordnet, das im Fortgang der Geschichte immer wieder auftrat. Zusätzlich beschrieb eine junge Erzählerin die Szenen, die außerdem mit den Neuigkeiten vom Krieg einen Bezug zur Realität herstellte. Die Beschreibung von Toten an der Luisenstraße und am Reuchlinplatz stammte aus Augenzeugenberichten über das am 23. Februar 1945 zerstörte Pforzheim. Nicht nur die Hauptdarstellern sondern auch alle anderen „Räuber“ spielten mit voller Hingabe.

 

Demnächst und aktuell auf dem Spielplan:

 

THEATERTRÄUME: FAUST im Pfarrhaus

Premiere: 15. Februar 2019 in Nürnberg

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Die kleine Hexe

Premiere: 2. Dezember 2018 in Neumarkt

 

 

Anders | sein

Mobiles Kinderstück

 

Das Geheimnis der alten Mühle

Wandeltheater im Industriemuseum Lauf

 

Gina Lonka

Mobiles Jugendstück