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Theatertexte

Am Anfang war es meist die Not, die uns unter die Zunft der Schreiberlinge trieb: Da war ein Anlass, ein großes Ensemble mit vielen Frauen oder ein Thema, das uns brennend interessierte – und es ließ sich kein geeignetes Stück finden. Fast alle unsere Stücke wurden deshalb auch in der Folge von uns selbst inszeniert, oft auch produziert. So entstanden in den letzten Jahren gut ein Dutzend Theaterstücke, vom klassischen Jugendstück über die Dinnershow und die Klassiker-Bearbeitung bis hin zum Hörspiel. Wie zum Beispiel auch „Hugo von Trimberg. Der fränkische Robin Hood“.

Die Uraufführung von „Hugo von Trimberg“ fand am 6. März 2010 im Bootshaus in Bamberg statt, inszeniert und produziert von der Stückwerkstatt Schimmert. In den Rollen von Agnes, Hugo und Zaunkönig spielten: Dorothea Schreiber, Adam Jaskolka und Kai S. Guenzel.

Das zweite von uns produzierte Theaterdinner fußt auf der historisch belegten Figur Hugo von Trimbergs, der im 13. Jahrhundert in Bamberg als Schulmeister des Stiftes Sankt Gangolf lebte. Kaum etwas überliefern von ihm die Geschichtsbücher, außer, dass er zeitlebens ein arme Schlucker war und mit einem – allerdings erst posthum - äußerst erfolgreichen Buch gegen die skrupellosen Praktiken der Reichen und Mächtigen seiner Zeit anschrieb. Dieses Motiv inspirierte uns zu einer „original fränkischen“ Robin-Hood-Geschichte.

Anno Domini 1247. Die Spielleute sind in der Stadt. Zaunkönig, Rotmilla und Fuchs haben nicht nur Laute, Flöte und Brummtopf mitgebracht, sondern auch eine höchst brisante Geschichte, in der dem vor kurzem verblichenen Landesherrn und Bamberger Bischof eine recht unrühmliche Rolle zufällt. Gewappnet mit frechen Sprüchen „präsentimentiert“ das bunte Volk in knittelversgeschüttelten Reimen das tragische Schicksal der liebreizenden Agnes von Trimberg und des unfrommen Klosterzöglings Hugo … Hier können Sie weiterlesen.

Agnes soll den reichen Vogt Goldsack heiraten, doch sie verliebt sich in den frechen Spielmann Hugo. Als die beiden eine heiße Liebesnacht im Vagantenlager verbringen, ertappt sie Graf Konrad, Agnes’ Vater, inflagranti. Um die Schande zu vertuschen, soll Agnes nun den tumben Notker heiraten, den unehelichen Sohn des Bamberger Bischofs. Doch der ist – was keiner ahnt – Hugos eineiiger Zwillingsbruder … Lesen Sie zwei Szenen hier.

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